Athletiktraining im Fussball – Koordination –

 

Athletiktraining nimmt im heutigen Fußball eine immer entscheidendere Rolle ein.

Das Athletiktraining umfasst wie bereits im vorherigen Beitrag erläutert alle leistungsbestimmenden motorischen Grundeigenschaften wie die konditionellen Eigenschaften, die koordinativen Fähigkeiten, sowie die Agilität.

Heute geht es uns speziell um das Koordinationstraining im Fussball und deren Definitionen.

Als schöne Eselbrücke wird in den Trainer-Lizenz Lehrgängen der Begriff „DORFKRUG“ verwendet. Im Einzelnen steht der Begriff für folgendes:

 

Differenzierungsfähigkeit

Orientierungsfähigkeit

Reaktionsfähigkeit

Fähigkeit (keine weitere Bedeutung)

Kopplungsfähigkeit

Rhythmisierungsfähigkeit

Umstellungsfähigkeit

Gleichgewichtsfähigkeit

 

Nun gehen wir genauer auf die einzelnen Fähigkeiten ein mit Beispielen wie diese im Training trainiert werden können.

 

Differenzierungsfähigkeit:

Darunter versteht man den Krafteinsatz bei der Bewegungsausführung wie z. B. beim Stoß gegen den Ball die Kraft so zu dosieren, dass dieser genau ankommt.

Durch den Einsatz von unterschiedlichen Bällen in Größe, Form und Gewicht kann die Differenzierungsfähigkeit trainiert werden.

 

Orientierungsfähigkeit:

 

Orientierungsfähigkeit wird dazu benötigt um auf dem Spielfeld seine eigene Position und Bewegungen sowie die Position der anderen Mitspieler/Gegenspieler ideal einschätzen zu können.

 

Eine Trainingsmöglichkeit wäre ein Turniermodus mit 3 unterschiedlich großen Feldern die nacheinander durchlaufen werden. Für die Förderung des Peripheren Sehens könnte man auch das Training mit der Augenklappe verwenden.

 

Reaktionsfähigkeit:

Dies ist die Fähigkeit auf akustische oder optische Signale schnellst möglich zu reagieren.

Trainieren können wir dies durch Sprints zu bestimmten Hütchen, durch plötzliche Ansage der Farben oder Anzeigen der Hütchen Farbe.

 

Kopplungsfähigkeit:

Unter Kopplungsfähigkeit versteht man die einander Reihung von verschiedenen Teilkörperbewegungen. Das am meisten verwendete Beispiel ist hier der Kopfball.

Man spricht hier also von einer Bewegungsverbindung oder auch Bewegungskombination.

Diese Fähigkeit wird im Grunde bei jeder Art von Spielform von allein angewendet, da hier viele einzelne Bewegungskombinationen zum Einsatz kommen.

 

Rhythmisierungsfähigkeit:

Darunter versteht man eine bestimmte Fussbewegungskombination oder eben den Anlauf bis zum Stoß gegen den Ball.

Gerne wird dies mit Hilfe einer Koordinationsleiter trainiert. Der richtige Anlauf bei einer Flanke, Schuss oder Pass trainiert dies aber ebenfalls ideal mit.

 

Umstellungsfähigkeit:

Durch eine gute Umstellungsfähigkeit kann man sich schnell auf eine neue Situation einstellen. Bestes Beispiel ist hier das Abfälschen einer Flanke und die damit verbundene Umstellung um doch noch an den Ball zu kommen.

Trainiert wird dies insbesondere bei 1vs1 Spielformen wo blitzschnell auf die Aktion des Gegenspielers reagiert werden muss oder durch bewusste Platzierung von Abprall Stangen um eine abgefälschte Flanke zu simulieren.

 

Gleichgewichtsfähigkeit:

Wie der Name schon sagt geht es hier um das Halten des eigenen Gleichgewichts. Besonders bei Zweikämpfen von enormer Bedeutung.

Trainieren können wir dies durch Zweikämpfe oder auch durch bewusste Übungen auf instabilen Böden/Unterlagen bzw. durch Einbeinige Übungen.

 

Ich hoffe ich konnte einen kleinen Einblick zum Thema Koordination gewähren und aufzeigen wie wichtig Koordination im Fussball ist und welche Vorteile sich daraus ergeben wenn diese entsprechend trainiert werden.


Interesse geweckt? Dann gerne bei mir melden. Durch ein individuelles Einzeltraining oder ein Fussball Fördertraining in einer kleinen Gruppe kann die Koordination ideal trainiert werden.

 

Weite Infos unter www.fu-fit.de

Tel.: 0151 17685216

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