Basketball: Klassenerhalt geschafft!

Klassenerhalt geschafft!

Auch wenn man sich die Spielzeit 2018/19 bei Makkabi komplett anders vorgestellt hatte, so blieb am Ende keine Zeit zum Sinnieren, was hätte anders werden können. Der einzige Tagesordnungspunkt war der Klassenerhalt und das Woche für Woche, allerspätestens seit der Jahreswende. Bis zum letzten Spieltag hat Makkabi zehn aufeinander folgende Niederlagen einstecken müssen, wahrscheinlich ein Negativrekord in nunmehr zwölf Jahren 2. Regionalliga und natürlich ein komplett unbekanntes Terrain in den erfolgreichen Jahren auf dem Weg dorthin.

Ausgerechnet im letzten Spiel kam es zu einem Auswärtsspiel in Trier. Die Gladiators waren punktgleich mit Makkabi und kämpften ebenso um ihr Überleben. Ein klassisches do-or-die Spiel, crunchtime all the way. Der Spielmonat März war für Makkabi nicht gut gelaufen. Sperren, Verletzungen, Krankheiten… Die rechtzeitige, aber späte Rückkehr der Betroffenen zurück ins Glied ließ nicht viel Zeit, um auf Hochtouren zu kommen. Man wollte aber nicht umsonst nach Trier gefahren sein.

Makkabi übernahm gleich zu Beginn der Partie die Initiative. Das beste daran: Trier wusste gar nicht erst, auf wen man sich defensiv konzentrieren sollte, da alle eingewechselten Makkabäer zu Punkten kamen. Das Spiel lief ziemlich flüssig ab und die Weichen auf Sieg waren mit 31-15 nach einem Viertel gestellt, könnte man meinen. Niemand spielt diesen Sport, um vorzeitig aufzugeben. Die Gastgeber starteten das zweite Viertel mit einem 8-0 Lauf, womit sie sich wieder ins Spiel brachten und Makkabis Trainer Glisic zu einer Auszeit zwangen. Die Blau-Weißen konnten danach ihre ersten Punkte des Viertels erzielen und die Malaise vorerst stoppen. Der Rest des Viertels verlief ausgeglichen und die Gäste konnten eine 48-39 Pausenführung mit in die Kabine nehmen.

Trier erzielte den ersten Feldkorb der zweiten Halbzeit in einem etwas zerfahrenen dritten Viertel. Über achteinhalb Minuten konnte Makkabi einen Vorsprung bewahren, aber eine Kanonade aus drei Dreiern ließ Trier das Spiel nach drei Viertel ausgleichen. 63-63 und pure Spannung fürs letzte Viertel waren garantiert.

Was die jungen Trierer können, dass können die alten Haudegen erst recht. Makkabis Center Matevski eröffnete das Viertel mit einem Dreier aus der Ecke. Das war der Start für unglaubliche sieben Dreier hintereinander von Makkabi, welche von fünf verschiedenen Spielern erzielt wurden! In der 37. Minute betrug der Vorsprung der Makkabäer neun Punkte. Doch die heimischen „Gladiators“ wurden nie nervös und gaben sich nie auf. In der letzten Minuten kamen sie bis auf zwei Punkte heran, doch Routinier Köhnert verwandelte eiskalt die letzten vier Freiwürfe im Spiel, um Trier weiter auf Distanz zu halten.

Der 92-86 Sieg kam wie eine Erlösung. Man hatte den Klassenerhalt aus eigener Kraft geschafft und war nicht auf Schützenhilfe angewiesen. Die Makkabäer waren nach einer langen, harten und enttäuschenden Saison emotional und körperlich erschöpft. Die Freude ob des lang erwarteten Sieges kam vielleicht nicht in der Halle auf, aber wohl dann beim relaxten Dinner in Trierer Innenstadt.

Nach der Saison ist vor der Saison. Das ist keine Floskel, sondern Realität und absolute Notwendigkeit. Man wird die abgeschlossene Spielzeit evaluieren und Lehren aus Fehlern ziehen, um die Zukunft Erfolg versprechender als die Vergangenheit gestalten zu können.