Basketball U18 Hessenmeisterschaft 2019

Basketball U18 Hessenmeisterschaft 2019

 

Die Reise begann im vergangenen Mai, als unsere Bezirksligatruppe der 2001er und 2002er sich anschickte, in der Qualifikation zur Oberliga 2018/19 zu bestehen und somit Makkabi Basketball zum ersten Mal in der höchsten hessischen Basketballliga (jugendaltersklassen übergreifend) zu repräsentieren.

 

Unsere Gegner waren Mannschaften mit Ober- oder zumindest Landesligaerfahrung, überlegen an Erfahrung und Körpergröße und dennoch schafften es unsere Jungs mit ihrem straff organisierten Team-Play, sich die Teilnahme im hessischen Oberhaus zu sichern.

 

Nachdem bekannt geworden ist, dass neben der mit schier endlosen Ressourcen versorgten Eintracht, ein weiteres Team aus der Mainmetropole in der Oberliga spielen sollte, gaben sich Neulinge die Klinke in die Hand, wollten sich zeigen und empfehlen.  Noch vor Beginn der Sommerferien stand schließlich der Kader, welcher im Herbst auf eine spannende Reise gehen sollte.

 

Die Saison gibt glich mit einem überzeugenden Sieg gegen Roßdorf los. Es folgte zwar das tiefste Tief der Saison mit zwei aufeinander folgenden Niederlagen, aber die Makkabäer erholten sich schnell und konnten einen Erfolg nach dem anderen einfahren, u.a. auswärts gegen den späteren Ligaprimus aus Langen und, ganz wichtig als Derby, der Sieg gegen die Eintracht.

 

Trotz Halbzeitrückstand im Rückspiel, konnte jedoch die Eintracht das Spiel drehen und so den direkten Vergleich für sich entscheiden. Dies bescherte Makkabi einen spannenden Saisonendspurt. Die ersten vier Teams der Liga, spielen untereinander die Hessenmeisterschaft aus, der Sieger geht dann in die regionale Meisterschaft usw. bis zur Deutschen Meisterschaft. So fand man sich am Ende in einer illustren Runde wieder:


- Ausrichter TV Langen: Unterbau der 1. Regionalligamannschaft, ehemals Zweite Bundesliga
- MTV Kronberg mit denselben Regalien und Geschichte, das Zentrum des sportlichen Hoch- und Main-Taunus-Kreises
- Eintracht Frankfurt: regionales Schwergewicht und engster Kooperationspartner der FRAPORT Skyliners

- TuS Makkabi Frankfurt: Oberliganeuling ohne nennenswerte Historie im Jugendbasketball

 

Gleich um 10:00 fand das erste Halbfinale statt. Makkabi startete sehr konzentriert gegen den Gastgeber, erlaubte sich kaum Fehler und führte nach dem ersten Viertel verdient. Langen fing sich jedoch schnell und konnte auf Abstand gehen, begünstigt durch einige mehr als fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen. Das dritte Viertel fing zwar gut für Makkabi an, aber die „Giraffen“ waren längst ins Rollen gekommen. Sie zeigten sich konzentrierter und erarbeiteten sich dadurch zahlreiche zweiten Chancen, was Makkabi nie die Möglichkeit gab, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Die Müdigkeit der Führungsspieler – man war auf den Schlüsselpositionen krankheitsgeschwächt angereist - sorgte für klare Verhältnisse. Im letzten Viertel, holte Makkabis Trainer seine Starter auf die Bank und gab allen mitgereisten Makkabäern aktive Spielzeit.

 

Während Langen souverän mit 77-54 siegte, konnte sich Kronberg, vielleicht etwas überraschend, im zweiten Halbfinale mit 57-45 gegen die Eintracht durchsetzen. Das Spiel glich einer Defensivschlacht, doch Kronberg hatte am Ende die bessere Offensivqualität.

Das Turnier ging mit Spiel um Platz 3 weiter. Makkabi vs. Eintracht, erneut das Stadtduell.

Die Eintracht kam ganz heiß aus der Kabine und war bei ihren Distanztreffern nicht zu stoppen. Makkabi konterte mehr in Korbnähe und hielt sich auf Schlagdistanz. Im Gegensatz zu den Halbfinalspielen, war dies ein Duell mit offenem Visier. 26-22 für die Eintracht nach dem ersten Viertel. Beide Teams konnten das Tempo und die Treffsicherheit im zweiten Viertel nicht wiederholen. Makkabi erlebte minutenlange Durststrecken und fiel noch weiter zurück. Dank eines erfolgreichen Drei-Punkte-Wurfs in den letzten Sekunden, kam man noch auf 42-33 heran. Der erste Punkt der zweiten Halbzeit gehörte zwar den Jugendlichen mit dem Adler auf der Brust, aber dem folgte ein 12-1 Lauf der Makkabäer, welcher die erste Führung nach einem zwanzigminütigen Rückstand bedeutete. Die Eintracht fing sich zwar wieder, aber Makkabi war definitiv im Spiel! 52-51 für die Eintracht nach 30 Spielminuten.

Das komplette letzte Viertel war Crunchtime pur, und sorgte für viel Begeisterung unter den mitgereisten Zuschauern. Die Eintracht legte erneut vor, doch Makkabi antwortete mit einem erfolgreiche Dreier. „Drei sind mehr als zwei“ – das schien das Motto der Blau-Weißen zu sein. Die Kanonade erfolgte aus allen Lagen. Beide Mannschaften punkteten erfolgreich, aber, sage und schreibe, acht erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe allein im letzten Viertel sorgten für Makkabis Sieg mit 81-78!

 

Im „großen“ Finale folgte eine erneute Defensivschlacht. Die beste Mannschaft des Tages, TV Langen, setzte sich gegen MTV Kronberg mit 58-51 durch. Unzweifelhaft war aber das Spiel um Platz 3 das spektakulärste des Tages. Makkabi konnte mit einer sehr breiten Brust die Saison beenden und den „kleinen“ Pokal mit nach Hause nehmen.

 

Für viele Jugendliche war es ihr letztes Juniorenspiel überhaupt. Über die Saison hinweg, wurde viele von ihnen bereits in Herrenteams integriert, bekamen kontinuierlich viel Spielzeit und waren mitursächlich für den Doppel-Aufstieg der Zweiten und Dritten Herren. Für die Offseason gilt es dann, sich auf den nächsten Schritt im Seniorenbasketball vorzubereiten.

 

Der Dank für diesen Erfolg geht an Trainer Pedja Glisic, Co-Trainer Pavle Ciric und die Spieler: Ademola, Julius, Rodi, Milan, Malik, Alex, Vadim, Tommaso, Noel, Arne, Francesco, Laurenz, Nikola, Roman sowie Anton und Niki, welche acht Monate lang zusammen im Training und im Spiel über Höhen und Tiefen zusammen gingen und Makkabi auf die Basketballlandkarte im hessischen Oberhaus platzierten!