Erfolgreichste Maccabiah aller Zeiten!

Die 20. Maccabiah wurde zu einem Sommermärchen für die deutsche Delegation. Alle Anstrengungen, all der Schweiß, all die harten Trainingsstunden wurden mehr als belohnt, denn es sollten die erfolgreichsten Spiele der MAKKABI Deutschland Geschichte werden. Und dabei hingen die Früchte schon sehr hoch. Denn nach den erfolgreichen European Maccabi Games 2015 vor heimischer Kulisse in Berlin, stand man als führende Delegation der Europawertung ganz schön unter Druck.

Mit sage und schreibe 232 und somit gut 50 Teilnehmern mehr als noch vor vier Jahren ist die deutsche Mannschaft am 30. Juni 2017 zum PreCamp nach Haifa angereist - Die mit Abstand größte Delegation kam auch dieses Mal wieder aus Frankfurt/Main -. Im ANA Haifa hat sich das Team zwei Tage auf die Spiele vorbereiten können, sich aufeinander eingeschworen, die letzten Trainingseinheiten vollzogen, die Ausstattung erhalten und die letzten organisatorischen Maßnahmen besprochen. Es gab auch eine Zeremonie in Gedenken des Terroranschlags während den Olympischen Spielen 1972 in München, gar mit einem Film und Zeitzeugengesprächen in kleinen Gruppen vorab. Eine Gesprächsrunde mit dem neuen israelischen Botschafter in Deutschland Jeremy Issacharoff fand statt und im Beisein des deutschen Staatssekretärs Ole Schröder auch ein gemeinsames Barbecue in gemütlich-privater Atmosphäre, bevor die einzelnen Sportarten und Altersklassen nach Jerusalem, Netanya, Tel-Aviv und Haifa verteilt wurden.

Die Eröffnungsfeier am 6. Juli 2017 fand im Teddy-Kollek-Stadion vor gut 35.000 Zuschauern statt. Gänsehaut gab es allerdings schon kurz zuvor. Beim Warten vor dem Stadion wurde das Lied „Yerushalaim shel Zahav“ von unserem Eishockeyspieler und Oberkantor der Jüdischen Gemeinde Frankfurt Yoni Rose angestimmt und von allen Teilnehmern mitgesungen. Und spätestens dann wurde jedem klar, warum diese Spiele, diese Teilnahme nicht nur einen rein sportlichen Charakter haben! Der dann folgende Einlauf unserer deutschen Delegation war zweifelsfrei der Aufregendste. Nicht nur, dass wir als einziges Team mit einem Maskottchen und einer Performance in schwarz-rot-gold aufliefen, haben wir auch mit unserer Konfetti Parade die Spider Kamera kurzfristig außer Kraft gesetzt.

Für die gut 70 teilnehmenden in Haifa wohnenden deutschen Jugendlichen gab es während der ganzen Spiele speziell organisierte Ausflüge, Erlebnistouren, Feiern und Spielabende. Am zweiten Shabbat hatten die Teilnehmer auch die Möglichkeit mit Ihren Familien zu feiern. Ein weiterer Höhepunkt der Spiele war die Einladung zum deutschen Botschafter in Israel Clemens von Götze.

Die Kommunikation in- und extern verlief dank der verteilten SIM Karten, aber auch des hervorragend arbeitenden PR und Social Media Teams nahezu perfekt. Jeden Abend gab es eine Zwischenbilanz und gar kurze Videoclips des Tages. Die deutsche Mannschaft unterstütze sich sportarten- und altersklassenübergreifend wo es nur ging, bis hin zum Kleidertausch auf der Abschlussfeier am 17. Juli in Latrun.

Diese Maccabiah hat nicht nur von der Delegationsgröße und dem Rahmenprogramm aus alle Rekorde gebrochen. So waren 18 Teilnehmer noch nie zuvor in Israel. 8 Teilnehmer konnten gar Ihre Bar Mitzwah Feier an der Klagemauer nachholen. Mit Eishockey, Rudern, Judo, Springreiten, Radfahren, Ringen haben wir an  sechs neuen Sportwettbewerben teilgenommen. Und der Anteil der Jugendlichen mit über 30% war so hoch wie nie zuvor. Aber den krönenden Abschluss der Superlativen lieferte der Medaillenspiegel: Unfassbare 46 (!) gewonnene Medaillen konnten wir einfahren. Im Vergleich zum bisherigen Rekord von 19 Medaillen spricht auch diese Zahl für sich.

Wir danken an dieser Stelle allen Sportlern, dem Betreuerstab, den Sponsoren und Unterstützer, den vielen Helfern und Organisatoren und dem MAKKABI Deutschland Präsidium für diese unvergesslichen Spiele und der somit größeren Vorfreude auf die European Maccabi Games 2019 in Budapest.

Makkabi Chai

Frankfurter Medaillengewinner!

S I L B E R

Fechten Degen Team Open Male: David Wyrobnik

Fechten Florett Mix-Team Masters: Igor Goikhman

Tischtennis Team Juniors Male: Gabriel Avadov

Tischtennis Team Masters 60+: Leo Weiss Tischtennis Doppel Masters 60+ : Leo Weiss

Squash Team Masters 35+: Henk Meijer

Schwimmen 4x50m Freistil Staffel Masters: Abraham Ackermann

 

B R O N Z E

Tischtennis Team Open Male: Maxime Lenkiewicz

Schwimmen 4 x 50m Lagen Masters: Abraham Ackermann

Feldhockey Herren: Charly Meijer

Foto: © Rafael Herlich

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