Testspiel F1 -TuS Makkabi Frankfurt gegen DJK Zeilsheim

Fußball paradox oder viele Tore am späten Nachmittag

An diesem herrlichen sommerlichen Nachmittag sollten die Zuschauer ein ganz besonderes Spiel zu sehen bekommen. Trainer Kenan Agbas nutzte den Nachmittag und das Testspiel um seine Mannschaft auf allen Positionen zu testen. So ergab es sich, dass Stürmer zu Verteidigern wurden und Verteidiger zu Mittelfeldspielern, mal links mal rechts, ohne auf bekannte Muster zu achten.

Direkt mit dem Anstoß wurde deutlich, dass die spielbestimmende Mannschaft von der Bertramswiese kommt. Trotz oder vielleicht wegen der neuen Positionen drehte die Mannschaft sofort auf und begann das Spiel zu dominieren und zu kontrollieren. In der Folge fielen schnell die ersten Tore durch Ruben, Elijah und Matej. Beachtenswert der Kopfballtreffer durch Ruben.

Nach dem schnellen 3:0 zeigten die Gastgeber zum ersten Mal ihre Effizienz vor dem Tor. Gleich der erste kleine Fehlpass vor dem eigenen Tor wurde zum 1:3 bestrafft.

Die Makkabäer nahmen diesen Treffer hin und spielten weiter fröhlich auf. In der Folge sahen die Zuschauer weitere herrliche Treffer durch Marlon und 2 x Rodrigo zum zwischenzeitlichen 6:1. Alles schien auf ein sehr entspanntes Spiel hin zu deuten. Allein die Rechnung wurde ohne den Wirt oder die Zeilsheimer gemacht. Einzigartig die beharrliche und konsequente Ausnutzung von Makkabi-Fehlern um binnen von 60 Sekunden aus einem hoffnungslosen 1:6 ein 4:6 zu machen.

Nach der Pause spielten die Makkabäer weiter mit Vehemenz auf das Zeilsheimer Tor. Nur den Ball vermochten sie nicht im Netz unterzubringen. Stattdessen schafften es die Zeilsheimer, wie bereits beschrieben, mit einer unfassbaren Konsequenz das Spiel komplett auf den Kopf zu stellen und auf 9:6 zu stellen.

Diese Effizienz beim Bestrafen von Fehlern setzte der F1 von der Bertramswiese zu. Sie steckten trotzdem nicht auf und verkürzten erneut durch Rodrigo. Wer jetzt dachte die Tore fallen jetzt schon, sah sich bestätigt. Allerdings für Zeilsheim. 11:7 der Zwischenstand. Erst jetzt wurde wieder richtig schön über die Außen kombiniert. Elijah und Tom konnten nach schönen Flanken noch einmal verkürzen. Allein der Gegner nutzte auch jetzt noch die einzige Konterchance zum Endstand von 12:9.

Was übrig bleibt, ist die Tatsache, dass die Kinder sich auf ungewohnten Positionen spielerisch behauptet haben und dem Gegner „eigentlich“ kaum eine Chance ließen. Diese nutzten die tollen Gastgeber allerdings so effizient (wurde bereits mehr als einmal erwähnt), dass dem (neutralen) Zuschauer nur die Freude über 20 Tore bleibt. Wann hat es das jemals gegeben?!