Basketball News "Woche der Wahrheit" - Senioren

1.Herren

Die Woche der Wahrheit für unsere Ersten Herren stellte das Team vor eine schwere Aufgabe. Im Abstiegskampf, der die halbe Liga zum Ende der Saison hin betraf, musste man jedes Spiel gegen die direkte Konkurrenz gewinnen, um durch diese „Vier-Punkte-Spiele“ die Gefahr abzuwenden und die eigene Position zu sichern. Drei „Heimspiele“ von Makkabi sollten in drei unterschiedlichen Hallen absolviert werden. Ergo, kein richtiger Heimbonus. Diese bezogen unsere Basketballer jedoch durch eine gute Stimmung auf den vollen Rängen. Von 70 Zuschauern im Schnitt pro Partie konnte man ausgehen. Los geht’s!

 

Game 1 vs. Roßdorf: Das Nachholspiel konnte dank freundlicher Unterstützung der Eintracht in der Wöhlerschule stattfinden. Auswärts konnte man im Oktober zwar gewinnen, aber der Sieg kostete Makkabi einen langfristigen Ausfall der beiden Großen, was die Mannschaft über viele Wochen mit einem 193 cm großen Small Forward auf der Center-Position beließ, der wie ein Löwe kämpfte und vorne und hinten eine wahre Konstante war. Doch am Dienstag ging es nicht um die Vergangenheit, sondern um das hier und jetzt. Makkabi startete mit einer hohen Trefferquote. Die Körbe schluckten scheinbar jeden Ball, während man hinten sicher stand. Rebounds und Steals ebneten den Weg zu Schnellangriffen. Vorne wurde gut kombiniert. Drei krachende Slam Dunks sorgten für Jubel bei den Zuschauern und eine 49-30 Pausenführung. Leider verlor man dabei seinen erfahrensten Spieler mit einer Verletzung, die ihn auch für die restlichen zwei Partien außer Gefecht halten sollte. Roßdorf gab sich nicht auf und konterte. Kampfgeist konnte man den Gästen definitiv attestieren. Das Spiel geriet zwar nie in Gefahr, dennoch ging es in der zweiten Halbzeit enger zu. Makkabi gewann mit 81-68 und konnte ersteinmal durchatmen. Durch diesen Sieg, konnte man definitiv nicht mehr auf den 10. Platz von 12 möglichen fallen. Da man aber nie weiß, wie viele Teams absteigen müssen (kompliziertes Verfahren, dass stark von der Zweiten Bundesliga abhängt), sollte weiter Boden gut gemacht werden.

 

Game 2 vs. Bensheim: In der Hinrunde konnte man auswärts sensationell mit dem knappsten aller Kader gewinnen. Bensheim war in dieser Saison zwar die korbgefährlichste Mannschaft der Liga. Defensiv war man hingegen alles andere als ein Glanzlicht und die Rückrunde verlief bis dato katastrophal für den Geheimtipp vor der Saison. Bis auf die beiden neuerlichen „Geschenke“ von der Eintracht und von Koblenz-Lützel, die beide mit suboptimalen Aufstellungen nach Bensheim reisten und heftige Abreibungen kassierten, gab es für die Südhessen nichts zu holen. Man befand sich im freien Fall und geriet bereits in den Abstiegstrudel. Diesmal fand das Spiel mit der freundlichen Unterstützung von TS Griesheim im Westen der Stadt statt. Bensheim verfügt über so viele Offensivwaffen, auf wen soll man sich in der Verteidigung konzentrieren? Auf den versierten 211 cm großen Center? Auf den ballsicheren „lefty“ auf der Aufbauposition? Auf die Scorer auf dem Flügel? Man kann aber auch an sich glauben und den Gegner mit seinen eigenen Waffen schlagen. Diesmal sollte es nicht über die Dreierlinie laufen, sondern über die Schnellangriffe. Defensivrebounds und Steals sowie Laufbereitschaft führen zu fast breaks. Dies beherzigten die Blau-Weißen in Perfektion. 44-31 war der Halbzeitstand. Sollte es eine ähnliche Geschichte wie gegen Roßdorf werden? Auch hier kamen die Gäste zurück. Makkabis Zonenverteidigung griff nicht mehr. Die Abstimmung fehlte und Bensheim bestrafte dies mit einem Dreier nach dem anderen. Makkabi konnte aber immer eine Antwort darauf finden. Am Ende, brachte ausgereichten ein „Dreier“ Makkabi endgültig auf die Siegerstraße und bescherte einen verdienten 85-75 Sieg.

 

Game 3 vs. Langen: Diesem Spiel ging eine Odyssee durch Frankfurt voran. Die Halle, in der das Spiel stattfinden hätte sollen, hatte einen Defekt, der das Spiel unmöglich gemacht hatte. Daraufhin begab man sich auf die Suche nach einer neuen Halle und wurde fündig. Gegner, Schiedsrichter und Fans wurden kurzerhand an die neue Adresse geschickt. Gegen den TV Langen galt es, den Hattrick perfekt zu machen. Verliert man, läuft man Gefahr, auf den 9. Platz abzurutschen. Gewinnt man, ist man gesichert im Mittelfeld auf Platz 6. und kann beruhigt in die Offseason gehen. Dem Spiel gegen Bensheim wohnten die „alten Hasen“ der Langener bei, die unser Team scouten wollte. An einem Tag wie solchem, war dies im Endeffekt nicht entscheidend. Zwar war das erste Viertel noch relativ knapp und die Gäste konnten immer wieder den Weg zum Korb der Makkabäer finden (17-17 in der 7. Minute), aber danach kam eine Show, über welche sogar die „Giraffen“ lachten, weil sie es einfach nicht glauben konnten. Unglaubliche 15 Dreier fanden ihren Weg ins Ziel. Zeitweise führte Makkabi mit 38 Punkten Differenz (87-49 in der 37. Minute) und war einfach nicht zu bremsen. Genau wie die beiden anderen Gegner diese Woche, gab der TVL auch nicht auf, um zumindest moralisch zufrieden aus der Partie zu gehen. Ihre Pressverteidigung sorgte für Ballverluste bei Makkabi und einfach Punkte für das gegnerische Team. Selbst drei Auszeiten binnen vier Minuten, vermochten die Makkabäer nicht aufzuwecken. Trotzdem gewann man am Ende noch komfortabel mit 93-66 (49-29). Der Jubeltrubel war groß! Man beendete die Saison mit einem 7-2 Lauf, kam aus der Gefahrenzone heraus, erspielte sich als bestes Team der Liga von jenseits der Drei-Punkte-Linie (178 Treffer in 20 Spielen) einen guten sechsten Platz und geht jetzt in die wohlverdiente Pause vor der zwölften konsekutiven Saison in der 2. Regionalliga!!!