Basketball News 03./04.02.2018 - Senioren

Erste Herren

Neue Woche, neue Entscheidung. Da im spannenden Abstiegskampf jedes Spiel wie das letzte und entscheidende gespielt werden muss, verteilt Makkabi seit Wochen keine Geschenke. In der Hinrunde verlor man minus 39 gegen die Eintracht, was damit die höchste Niederlage seit vielen Jahren für dieses Team werden sollte. Jetzt ging es nicht nur um die Revanche, sondern um die wichtigen Punkte. Makkabi kam nach zwei konsekutiven Siegen und hungrig auf mehr in die Basketball City Mainhattan, die Spielstätte der Eintracht in der Regionalliga und der Skyliners in der Pro B.

Beide Teams starteten sehr forsch ins erste Viertel, eine Offensivaktion nach der anderen gelang. Eintracht hatte mehr Fortune in der Mitte des Viertels, weshalb Makkabi immer aufholen musste und nach den ersten zehn Minuten mit 20-22 zurücklag.

Das zweite Viertel wurde zu einem eher glücklosen Katz und Maus Spiel. Die Gastgeber schraubten ihre Führung auf sechs Punkte hoch, Makkabi kam zurück, die „Adler“ legten nach. Offensive stand nicht mehr so im Vordergrund, wie zu Spielbeginn. Makkabi hatte immer noch das Nachsehen mit 30-36.

Trading baskets is not an option. Auswärts gewinnt man ein Spiel selten in der Offensive. Es geht um Kampf, Einsatz und Teamplay. Makkabis gute Verteidigung resultierte in einem Offensivlauf. In den ersten fünf Minuten des dritten Viertels, ließ man nur drei Punkte zu, konnte aber seinerseits ausgleichen. Ab da übernahm Makkabi. Jeder Punkt der Eintracht wurde egalisiert und man legte noch einen drauf. Ein letzter 9-0 Lauf war gleichbedeutend mit eine 52-45 Führung vor dem letzten Abschnitt.

In den ersten fünf Minuten, gelang beiden Teams offensiv so gut wie nichts. Der Head Coach der Eintracht tobte ob der Vorstellung seiner Jungs und der vermeintlich nicht zufrieden stellenden Schiedsrichterleistung. Lange dauerte es nicht, bis er sein zweites technisches Foul bekam und der Halle verwiesen wurde. Wir erinnern: im Hinspiel traf genau die gleiche Strafe den Trainer von Makkabi! Dies resultierte in einer Reihe von verfehlten Freiwürfen. Die Eintracht ließ das Spiel liegen und Makkabi wollte es nicht aufheben. Nach einpaar geglückten Angriffen, war Makkabi jedoch schon mit zwölf vorne, eher die Gastgeber das Spiel mit einem 9-0 Lauf ihrerseits in eine richtige Crunchtime brachten. Die letzte Minute war nichts für schwache Nerven. Beide Teams vergaben jeweils einen von zwei Freiwürfen. Makkabi führte plus drei und hatte Einwurf. Mit 17 Sekunden auf der Wurfuhr, also früh im Angriff, setzte der bis dahin offensiv unscheinbare Co-Kapitän Dubi Prusina zum Drei-Punkte-Wurf aus der linken Ecke an und traf nothing but net! Plus sechs und zwei darauf folgende gute Verteidigungsaktionen, halfen den Vorsprung und damit den überaus wichtigen Sieg mit dem Endstand von 65-57 zu beenden. Wenige Punkte im Gegensatz zu den letzten beiden Spielen, aber wer am Ende mehr hat, der freut sich.

Am gleichen Wochenende gewinnen überraschend auch die anderen „Kellerkinder“ und so wird der Abstiegskampf noch einmal eine spannende Angelegenheit. Gleich sieben Teams können sich ihrer nicht sicher sein! Lediglich die ersten drei dürften aus dem Schneider sein und für den vierten sieht es auch halbwegs gut aus. Sechs der verbleibenden sieben Spiele gehen für Makkabi gegen die direkte Konkurrenz. Das verspricht Hochspannung!

 Herren 2

Für die Zweite Herren ist es ergebnistechnisch eine verkorkste Saison. Zwar musste man im Gegensatz zum Kader der letzten Saison, einen großen Aderlass hinnehmen, aber – jetzt kommen wir ins Konjunktiv – wäre man von Beginn an verletzungsfrei geblieben (Kreuzbandriss, Handbruch, Fußbruch) und hätte job- und studientechnisch nicht so viel zu tun… Leider ist es bislang eine Saison mit vielen äußerst knappen Niederlagen. Wie auch bei den Dritten Herren, macht man die Not zur Tugend und integriert mehr Juniorenspieler und eben die besagten Dritten Herren aushilfsweise in sein Konzept.

Der EOSC aus Offenbach spielt keine gute Saison. Nach dem Rückzug der Eintracht, ist man das schwächste Team der Liga, aber kein Spiel ist gewonnen, bevor es vorbei ist. Für Makkabi ging es an diesem Sonntag eher darum, zu sich zu finden und groove & swagger für den Rest der Saison zu entwickeln. Am letzten Spieltag sweepte man schon den prinzipiellen Gegner aus Hanau. Tolle Ballbewegung und ausgeglichene Spielzeit eines tiefen Kaders waren das letzte Mal die Hauptmerkmale. Diesmal sollte es nicht anders werden.

Makkabi legte wie die Feuerwehr los und bewegte den Ball mit einer Schnelligkeit, die für die Gäste viel zu hoch war. Jede Minute konnte der EOSC zwar etwas einstreuen, aber Makkabi war schon längst im sechsten Gang. Vor allem, ein Mann war nicht zu stoppen: Vytis Sakuras versorgte seine Mitspieler mit Vorlagen par excellence und netzte selbst 20 Punkte in den ersten zehn Minuten ein. Wow! Eine unglaubliche Leistung schon so früh im Spiel! 33-17 für Makkabi.

Man war lediglich nicht zufrieden mit seiner Defensivlesitung. Die Rotation erweiterte sich, die Defense stand, aber es kann nicht immer alles fallen. Kurzum, 50-27 zur Halbzeit. War mehr möglich?

Die Erste Fünf sollte den richtigen Rhythmus vorgeben und wurde der Verantwortung gerecht. Der Vorsprung wurde binnen fünf Minuten auf 66-31 hochgeschraubt. Die Bank knüpfte nahtlos an und erhöhte auf 79-39.

Man muss sich auch bei hoher Führung neue Ziele setzen, um nicht zu entspannen und weiterhin Lust am Spiel zu empfinden. Zwar wollte man es, aber der Geist war nicht bei allen willig. Es dauerte vier Minuten, bis Makkabi die Konzentration aufbrachte, endlich zu Punkten zu kommen. Milan Ciric gab mit einem Dreier den Beginn der Jagd auf die 100-Punkte-Marke. Schnell kam Makkabi Punkt um Punkt dem Offensivziel näher. Als letzter traf jedoch das Geburtstagskind dieser Woche, Stanislav Ginzburg (30), zum 98-49. Makkabi foulte nicht extra, nur um noch mal in Ballbesitz zu kommen. So schaffte man zwar das Defensivziel, den Gegner unter 50 zu halten, kam jedoch einen Wurf zu kurz, um das Offensivziel zu erreichen.

Es bleiben noch drei Spiele der Saison, in welchen Makkabi den Aufsteiger krönen kann. Die beiden ersten Teams der Liga empfangen Makkabi bei sich daheim und wollen nicht scheitern, während Makkabi sicherlich keine Geschenke verteilen wird. Freut sich dann eventuell der Dritte, der nicht mehr gegen uns antreten muss? In einem Monat wissen wir mehr.

Herren 3

Nach einer spannenden und hochemotionalen Zwei-Punkte-Niederlage bei Enkheim in der Rückrunde, nahmen sich die Makkabäer für dieses Wochenende etwas vor. Der letztwöchige knappe Sieg in Seligenstadt – das Spiel verlief alles andere als nach unserem Wunsch – bescherte Enkheim den vorzeitigen zweiten Platz in der Liga und brachte Makkabi ins Rennen um Platz drei nach drei Siegen hintereinander.

Beide Teams trafen sich im Makkabidome so gut wie vollzählig, wobei diesmal Roman Weizmann, U18 Spieler und U10 sowie U14 II Assistenzcoach seinen Einstand bei den Herren feiern durfte und damit bereits der vierte aktuelle Juniorenspieler – neben zwei weiteren achtzehnjährigen - der bei den „Großen“ ran durfte, ausgehend von einer tadellosen Trainingsteilnahme in den letzten Wochen.

Makkabi eröffnete zwar den Punktestand, rotierte aber nicht gut in der Verteidigung und kassierte drei Drei-Punkte-Würfe hintereinander. Nach vier Minuten führten die Gäste mit 11-4 und Makkabi musste defensiv umstellen. Ab jetzt, übernahm jeder mehr Verantwortung. Die Manndeckung fruchtete und keine drei Minuten später, lag Makkabi mit 17-15 vorne, was eine Auszeit der Gäste nach sich rief, jedoch die 21-20 Führung der Blau-Weißen nach 10 Spielminuten nicht verhindern konnte.

Ein ungewöhnlich offener Schlagabtausch konnte so nicht weitergehen und so konnten beide Teams ihre Angriffe weniger gut abschließen. Die Trefferquote sank, die Rotation erweiterte sich. Gleichstand nach 15 Minuten. Makkabi legte vor, Enkheim kam zurück. Lediglich auf die tolle Finte und „bank shot“ von Maxi Droop mit der Schlusssirene, konnten die Enkheimer nicht mehr reagieren. Mit 37-34, ging Makkabi in die Halbzeitpause.

Die ersten zwei Angriffe der zweiten Halbzeit, konnte Makkabi zur Erhöhung des eigenen Vorsprungs auf 41-34 nutzen. In den folgenden Minuten, gerieten Makkabis big men in Foulprobleme. Enkheim nutzte die Gelegenheit von der Freiwurflinie, mit 46-42 in Führung zu gehen. Auszeit Makkabi. Wie knackt man die Zonenverteidigung des Gegners? Richtig, mit Ballbewegung und Dreier. Gesagt, getan. Milan Ciric verkürzte mit einem Distanzwurf, während Juan, unser neuer baskischer Flügelspieler mit einem unaussprechbar langen Namen, Makkabi +1 in Führung brachte. Enkheim fand darauf eine Antwort, während Makkabi drei der nächsten vier Freiwürfe daneben legte. Letzter Angriff: Jonas Reinhardt wird auf High Post angespielt, zieht zwei Verteidiger auf sich und legt auf den zum Korb schneidenden Maxi Droop ab. Boom! Zwei Punkte zum Abschluss des dritten Viertel. Enkehim führte mit 55-52.

Über die ersten zwei Minuten, konnte Enkheim nachlegen und zweimal eine Sechs-Punkte-Führung behaupten. Ab diesem Zeitpunkt, fing Makkabi an, den Korb aggressiver zu attackieren und erarbeitete sich einen Gang an die Freiwurflinie nach dem anderen. Wurf um Wurf, Punkt für Punkt, kamen die Makkabäer zurück. Auf den Ausgleich zum 66-66, folgt ein Dreier des Gegners, welcher seinerseits durch einen weiten Wurf unseres Center Marius Rudavicius egalisiert wird. Spätestens jetzt, kochte die Halle, die beiden Bänke gaben laute vokale Unterstützung: Defense-Defense! Enkheim wieder +2 und Juan endlich mit einem Korbleger, der trotz Foul reinging. Drei-Punkte-Spiel und die erste Führung seit langem in der 37. Minute! Die Gäste mit zwei, aber Makkabis Sharpshooter Milan Ciric mit drei! Im nächsten Angriff gelang Enkheim nur ein Split von der Freiwurflinie, aber wir konnten unseren knappsten aller Vorsprünge mit einem 13-0 Lauf in den letzen zwei Minuten durch eine plötzlich entdeckte Treffsicherheit von der Freiwurflinie und souveränes Zeitmanagement auf 88-74 hochschrauben. Sieg, Makkabi! Ein fantastisches Spiel, richtig qualitativ und der fünfte Sieg in sechs Spielen, ausgenommen die Auswärtsniederlage bei dem ungeschlagenen Tabellenführer mit einer mangelhaft bestückten Bank. Bravo! 7-6 in der Tabelle und three to go! Schon jetzt hat die Dritte Herren ihr Resultat aus dem Vorjahr verbessert und kann nachlegen!

Damen

Das Team der Damen, welche sich in seiner ersten Saison befindet, befindet sich in einer höchst sonderbaren Kreisliga A Saison, in welcher mindestens jedes zweite Team überhaupt nicht in diese Liga gehört. Ober- und Regionalligistinnen aus Bad Homburg und Sulzbach bekommen mehr Spielpraxis und Spielzeit, was durchaus zu einer einseitigen Angelegenheit gegen andere Teams verkommen kann. Vor einer Woche sah man lange Zeit richtig gut gegen Sulzbach aus. Man hielt mit, stellte die beste Offensivleistung der Saison bei einer Niederlage ein.

Diesmal musste man mit einem etwas dezimierten Kader, mit einer neuen Spielerin und ohne Playmaker anreisen. Apropos, neue Spielerinnen – es kommen im wöchentlich Rhythmus neue dazu, was uns überaus freut.

Bad Homburg reagierte nicht auf Makkabis Gesuch, das Spiel zu verlegen und so musste man mit einem großen Handicap antreten. Ohne Point Guard den Ball gegen Druck nach vorne zu bringen, ist eine schwierige Angelegenheit. Schwer für Makkabi und weniger interessant für den Gegner. Die Gastgeberinnen waren deutlich jünger, schneller und im Gegensatz zu uns eingespielter, da ständig im Training. Alles resultierte in der höchsten Niederlage der Saison, 13-103. Man muss allerdings auch durch solche Spieltage gehen und seine Kräfte darauf konzentrieren, die eventuell machbaren Spiele versuchen zu gewinnen. Am Dienstag geht es im Training weiter und am Sonntag ist man Gast in Erlensee.